Die Geschichte hinter dem Buch

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und geschichtliche Fakten zum historischen Roman "Das Hexennest".
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Über den Roman »

Dem niederen Adel im Weserraum und im erweiterten Weserraum ( in dem die Handlung des „Hexennestes“ angesiedelt ist ) ging es in der Frühen Neuzeit relativ gut. Einnahmen aus Kriegsdiensten, aus eigenen landwirtschaftlichen Aktivitäten und aus Geldgeschäften ermöglichten
die Entfaltung einer repräsentativen Lebensführung.
Gleichzeitig konkurrierten die reichen Bürger der Städte mit dem niederen Adel. Dieser berief sich traditionell auf seine Herkunft und auf die Verdienste seiner Vorfahren. Zusätzlich versuchte der niedere Adel durch den Erwerb einer humanistisch und christlich geprägten Bildung seine Position zu sichern. Dies geschah auch in Abgrenzung zu bürgerlichen Gelehrten, die in der landesherrlichen Verwaltung zunehmend Aufgaben übernahmen, die bis dahin Adeligen vorbehalten waren.
Zudem zog die Kritik der Humanisten am „Adel der Geburt“, ohne Tugend zu sein, das Bemühen des Standes um Legitimation und Selbstbehauptung nach sich.
Neben anderen Prozessen förderten auch die vielfältigen Kontakte des niederen Adels - durch Kriegsdienste, Studienaufenthalte und Bildungsreisen  -  die Entwicklung der Weserrenaissance.